Hitzeschutz und Wasserversorgung
Neu-Anspach war bereits in den vergangenen Jahren mehrfach von Hochwasser – zuletzt 2023 – und von Hitzesommern betroffen. Wir sehen Klimaanpassung als Daseinsvorsorge und als soziale Verpflichtung, denn gerade ältere Menschen und Kinder sind besonders betroffen. Wir machen uns stark für:
- Klimaangepasstes Bauen: Wir unterstützen bei Um- und Neubauten eine klimaangepasste Gestaltung. Eine städtische Hinweisbroschüre sollte über praktische Umsetzungsmöglichkeiten und Förderprogramme informieren.
- Hitzevorsorge als Gesundheitsschutz: Vor allem Kinder und ältere Menschen sind besonders hitzeanfällig. Wir fordern daher eine bessere Verschattung von Plätzen und Spielplätzen. Wo natürliche Schattenspender fehlen, sollen alternative Lösungen wie Sonnensegel oder Schirme geprüft werden.
- Stadtgrün: Städtische Grünflächen und Baumbestände sorgen für natürliche Kühlung, reinigen die Luft und schaffen lebenswerte Orte. Nicht an allen Orten in Neu-Anspach wurden die städtischen Grünflächen in der Vergangenheit sinnvoll im Sinne eines kostengünstigen Hitzeschutzes entwickelt. Statt kurz gemähter Grünstreifen unterstützen wir die Anlage von Wildblumenwiesen als wirtschaftliche, biodiversitäts- und klimafreundliche Alternative.
- Nachhaltige Wasserversorgung: Längere Dürreperioden belasten unsere Wasserversorgung zunehmend, die zu 51 Prozent aus dem Vogelsberg kommt – einer Quelle, die angesichts wachsender Nachfrage aus dem Rhein-Main-Gebiet nicht gesichert ist. Wir setzen uns daher für die Stärkung der Nutzung von Betriebswasser, also Regen- und Grauwasser ein, sowohl zur Bewässerung als auch im Haushalt (z. B. zur Toilettenspülung). Unsere Fraktion hat bereits eine Expertenanhörung zum Thema Betriebswasserrecycling beantragt.
Neu denken heißt für uns, die Stadt vor Klimarisiken zu schützen. Hitzeschutz und Wasserversorgung sind wichtige Aufgaben, die in Neu-Anspach bislang zu wenig Beachtung finden und künftig stärker berücksichtigt werden müssen.

