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08.12.2010
SPD und Grüne versagen dem Haushalt die Zustimmung

SPD und Grüne versagen dem Haushalt die Zustimmung

08.12.2010 02:00 Uhr – NEU-ANSPACH

Union, FDP und FWG/UBN als Mehrheit beschließen das Zahlenwerk für 2011 – Heisterbachstraße und Baugebiet Westerfeld West bleiben umstritten

(ek). Gegen die Stimmen von SPD und Grünen verabschiedete die Stadtverordnetenversammlung den Haushalt 2011 mit einem Defizit von rund sechs Millionen Euro, einer geplanten Kreditaufnahme von 4,68 Millionen Euro und einem Investitionsvolumen von 12,36 Millionen Euro.

Die Stadtverordnetenversammlung habe eine Verpflichtung gegenüber allen Mitbürgern, machte Rudolf Kretzschmar (FDP) deutlich und sprach sich gegen „klientelorientierte“ Entscheidungen aus. Die im Rahmen der Entwicklungsmaßnahem festgelegten Maßnahmen müssten verausgabt werden und belasteten den Haushalt genauso wie die Eigenanteile für den Neubau der ARS-Sporthalle und den weiteren Bauabschnitt der Heisterbachstraße.

In den vergangenen beiden Jahren hatte die FDP das Haushaltssicherungskonzept noch als unzureichend kritisiert und abgelehnt. Jetzt fand auch dies die Zustimmung der Liberalen, da „angesichts der derzeitigen Situation ein ausgeglichener Haushalt illusorisch und selbst bei Streichung aller freiwilligen Leistungen nicht zu realisieren ist.

„Der Finanzausgleich ist aus heutiger Sicht völlig ungewiss und erscheint nicht planbar“, so Ulrike Bolz für die CDU. Trotz eines sparsamen Umgangs dürfe es in der Entwicklung der Stadt nicht zu einem Stillstand kommen, meinte auch Bolz und sprach sich für eine zeitnahe Umsetzung der Heisterbachstraße zur besseren Erschließung von Gewerbeflächen aus. Im Zusammenhang mit dem Sportstättenleitplan warnte Bolz wie zuvor der FDP-Fraktionschef vor übereiltem Aktionismus und sprach sich wie er für planmäßiges sukzessives Vorgehen aus. Die maßvolle Umsetzung von Baugebieten müsse zum Schuldenabbau verwendet werden.

„Usinger Verkehrsprobleme“

Kretzschmar und Bolz hatten auf die überwiegend einvernehmlichen Haushaltsberatungen und oftmals einheitlichen Beschlüsse im HFA hingewiesen, wo lediglich die Grünen den Haushalt abgelehnt hatten. Im HFA hatte sich die SPD enthalten, jetzt erklärte SPD-Fraktionssprecherin Heike Seifert die Ablehnung. „Was wir nicht wollen, sind Investitionen, die uns mit ihren finanziellen Auswirkungen handlungsunfähig machen.“ Für die SPD sei der 4. Bauabschnitt der Heisterbachstraße nicht vertretbar. Diese bedeute Mehrkosten von sechs Millionen Euro und damit eine zusätzliche jährliche Zinsbelastung von 240000 Euro. „Die SPD will keine Heisterbachstraße als Lösung der Usinger Verkehrsprobleme, sondern als dringend benötigte reine Entlastungsstraße der Stadtteile Westerfeld und Hausen-Arnsbach.“

Die Grünen blieben bei ihrer Ablehnung, stellte Gudula Bohusch fest. Viele der Ansätze seien nicht nachzuvollziehen. Im Detail fordern die Grünen, die Mittel für die Drehleiter nicht 2011 einzustellen, sondern im langfristigen Bedarf zu belassen. Ein Vorratsbeschluss mit 200 000 Euro für die Umsetzung des Sportstättenkonzeptes ist für die Grünen nicht akzeptabel, erst müsse eine Prioritätenliste erstellt werden. Beim Baugebiet Westerfeld West zweifeln die Grünen weiterhin den Bedarf an.

Es gelte mit einem schlüssigen Gesamtkonzept den Standort Neu-Anspach so attraktiv wie möglich zu machen, so Claudia Bröse (FWG/UBN). Die Fortführung der Heisterbachstraße sein ein wichtiger Schritt zur weiteren Vermarktung von Gewerbeflächen. Als Wohnort müsse Neu-Anspach für verschiedene Zielgruppen attraktiv sein, für junge Familien, die Jugend, die Generation 50 plus. Es gelte Gemeinschaft zu fördern, Netzwerke zu bilden und Bürger aktiv einzubinden. Dieses Instrumentarium werde derzeit von der Verwaltung noch nicht ausreichend genutzt.

(Usinger Anzeiger)

03.11.2010
Fackeln stehlen Kürbissen die Schau

Fackeln stehlen Kürbissen die Schau


Eine alte Tradition, das Schnitzen von Rangefackeln, haben die Sozialdemokraten aufleben lassen und machen damit den Kürbissen Konkurrenz.

Neu-Anspach. Die Futterrübe, auch Runkelrübe, Dickrübe oder Dickwurz genannt, ist ein Hackfruchtgewächs, das hierzulande einst weit verbreitet angebaut wurde und als Viehfutter genutzt wird.

In Neu-Anspach ist die Dickwurz auch als Range bekannt, und die «Rangefackel» ist eine Bastelei zu Allerheiligen und Allerseelen. Die SPD hat sich der alten Tradition angenommen und zum ersten Mal zum Rangefackel-Schnitzen eingeladen.

Unter dem Vereinsheim-Vordach der Hundefreunde hatten sie eine passende Werkstatt gefunden, und ein Dutzend Fackelschnitzer kam am Samstagnachmittag vorbei, um sich für die Nacht zu Allerseelen auszurüsten. Einheimischer Brauch hin, einheimischer Brauch her, heute ist die Tradition von «Halloween» übertrumpft worden, das dem Spuk noch mehr Gewicht verleiht, und das man vor allem kommerziell zu nutzen weiß.

Die Range-Rüben waren einst im landwirtschaftlich geprägten Ort an der Usa in jeder Futterküche zu finden, und die Kinder hatten so praktisch einen kostenlosen Rohstoff für ihre Fratzen, für die heute zumeist Kürbisse herhalten müssen.

Die Wetterau war immer eine bedeutende Region für den Anbau von Zuckerrüben, und im fruchtbaren Lößlehm gedeihen früher wie heute auch die Futterrüben hervorragend. So hatte sich Stadtrat Werner Götz in die Wetterau aufgemacht, um dort die Rüben für das Schnitzen der Anspacher Rangefackeln zu besorgen. Wie die Ergebnisse belegten, ließen sich die Rüben auch gut bearbeiten, und die Bastler konnten sich je nach Geschmack eher rundliche oder längliche Exemplare aussuchen.

Doch bis die saftigen Wurzeln ausgehöhlt waren, bedurfte es schon einiger handwerklicher Fähigkeiten. Aber es waren auch Helfer da, die den Kindern im Bedarfsfall beisprangen, unter anderem der Vorsitzende des Ortsverbandes, Florian Müller, Stadtrat Götz und Fraktionsmitglied Rolf Schöffner.

Doch wer geglaubt hatte, die Fackelschnitzer gingen nach guter alter Sitte allein mit dem Messer zu Werke, hatte sich getäuscht, denn ein Akkuschrauber mit Dosenlöcherbohrvorsatz lag bereit, um die Bearbeitung des krautigen Kopfes möglichst effektiv durchzuführen. Tradition hat eben auch ihre Grenzen.

Für das Zubehör, Besenstiel und Teelichter, hatten die Genossen ebenfalls gesorgt. Zudem wurden die Erwachsenen mit Glühwein und die Kinder mit Punsch versorgt, so dass die Rangefackel-Schnitzerei auch ein geselliges Ereignis war. Zum Schluss waren alle Teilnehmer für das Geistern vor den Fenstern bestens gewappnet, für die Nacht zu Allerheiligen oder das ganze Halloween-Wochenende, an dem sie den Halloween-Kürbissen mit den selbst gemachten Rangefackeln die Schau stehlen konnten.  fms

03.11.2010
Die „Rangefackeln“ leuchten wieder

Die „Rangefackeln“ leuchten wieder

Alte Tradition: Neu-Anspacher SPD brachte mit zehn Kindern Rüben zum Leuchten

(ek). Wer den Brauch von früher noch kannte, erinnerte sich an den typischen Geruch beim Aushöhlen der Futterrüben, vielerorts auch Dickwurz, in Anspach „Range“ genannt. Für die rund zehn Kinder war es allemal ein spannendes Erlebnis im Vereinsheim des Schäferhundevereins zusammen mit den Eltern oder Großeltern Gesichter in die ausgehöhlten Rübenköpfe zu schnitzen.

Mit dem „Rangefackel-Schnitzen“ hat die SPD Neu-Anspach am Samstagnachmittag eine alte Tradition wieder aufleben lassen, quasi als Gegenstück zu Halloween. Die Futterrüben hatte Werner Götz aus der Wetterau besorgt, auch Besenstiele und Teelichter wurden zur Verfügung gestellt.

Denn eine richtige Rangefackel wird erst aus der Rübe, wenn diese auf einen Stock gesteckt wird und eine Kerze von Innen das schaurige Gesicht zu Leuchten bringt. SPD-Vorsitzender Florian Müller hatte zusätzlich zur orangefarbenen Dickwurzversion auch noch eine Mini-Radieschenfackel hergestellt, „zwar nicht in der original Parteifarbe aber auf jeden Fall in Rot.“

Rot waren natürlich auch Glühwein und Kinderpunsch, die die Kleeblattstadt-Genossen vorbereitet hatten. Im nächsten Jahr wollen sie das „Rangefackel-Schnitzen“ auf jeden Fall wiederholen und hoffen auf noch mehr Teilnehmer. (Artikel aus dem Usinger Anzeiger vom 01.11.2010)

18.10.2010
SPD lädt zum Fackel-Schnitzen

(ua). Die SPD Neu-Anspach lässt eine alte Tradition wieder aufleben: Für Samstag, den 30. Oktober, lädt die SPD Neu-Anspach um 15 Uhr in das Vereinsheim des Schäferhundevereins zum „Rangefackel“-Schnitzen ein.

„Ich selbst kann mich noch gut an diese Tradition erinnern“ so Fraktionsvorsitzende Heike Seifert. Damals wurden rund um Neu-Anspach noch Futterrüben, sogenannte „Range“ angebaut. „Wir Kinder haben dann um diese Jahreszeit in die „Range“ Gesichter geschnitzt, sie auf einen Stock gesteckt, um dann damit um die Häuser zu ziehen.“

Wer also neugierig auf eine „Rangefackel“ geworden ist, ist herzlich eingeladen. Material steht zur Verfügung. „Die Futterrüben haben wir aus der Wetterau besorgt“, so Heike Seifert. Mitzubringen sei nur ein Messer.

06.04.2010
SPD stellt den Bürger in den Mittelpunkt

Neu-Anspach. «Der Bürger steht im Mittelpunkt unserer Handlungen» – so lautet künftig das Motto bei der Neu-Anspacher SPD. Die Genossen hatten sich jüngst zu einer Klausur eingefunden, um Themen für das anstehende Kommunalwahl-Programm zu finden.

Wie Parteichef Florian Müller gestern in einer Pressemitteilung berichtete, mangelte es seinen Parteikollegen dabei nicht an Ideen für den bevorstehenden Wahlkampf. «So fanden sich in kürzester Zeit viele neue Punkte, deren Thematisierung uns wichtig ist.» Dabei sei die «klare Handschrift der Sozialdemokratie» bei allen Vorschlägen zu erkennen. Um welche Themen es sich genau handelt, wollte Müller gestern auf Nachfrage der Taunus Zeitung nicht verraten. «Wir haben das bewusst aus der Mitteilung rausgehalten und möchten es erst später verkünden.»

Was die Ausgestaltung der einzelnen Komplexe angeht, werden nun Arbeitskreise ins Leben gerufen. Diese setzen sich zusammen aus Mitgliedern der Fraktion, des Vorstandes und der Kandidaten für die Kommunalwahl 2011.

Außerdem beschäftigten sich die SPD-Politiker mit dem, was sie in der noch laufenden Legislaturperiode – trotz ihrer Oppositionsrolle – erreicht haben. Zahlreiche Ziele aus dem Wahlprogramm 2006 seien realisiert worden, stellte dabei der stellvertretende Parteichef Jürgen Goebel fest. Er nannte in diesem Zusammenhang den Erhalt des Waldschwimmbades, den Bedarfsplan für den Brandschutz sowie die Beschlüsse für den Rathausneubau – wenn auch nicht in der Neuen Mitte, wie von der SPD favorisiert – und die Trauerhalle.

Im Bereich Soziales nannte Goebel die Verbesserung des Freizeitangebotes und der Kindergartenstruktur, die Schaffung einer ganzen Streetworker-Stelle und die Einrichtung eines Anrufsammeltaxis. Zufrieden sind die Sozialdemokraten außerdem mit der Ansiedlung weiterer Gewerbebetriebe, der Schaffung neuer Arbeitsplätze und des Wirtschaftsförderer-Postens, der «moderaten Planung» weiterer Gewerbeflächen und der Interkommunalen Zusammenarbeit. «Alles in allem eine für die SPD durchaus erfreuliche Bilanz.» pet pet (Taunus Zeitung)