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17.11.2019
Gemeinsame PM von b-now, SPD und NBL: Der Streit um den berühmten „Maschendrahtzaun“

Mit Verwunderung haben b-now, SPD und NBL die seit Monaten andauernden Querelen zwischen dem Tanzsportklub Grün-Gelb und der SG Westerfeld zur Kenntnis genommen. Regelmäßige Proteste der Vereinsmitglieder der SG Westerfeld vor dem ehemaligen Dorfgemeinschaftshaus in Westerfeld haben nicht nur die Aufmerksamkeit der Politik, sondern auch vieler Bürger erregt.
Auslöser des Konflikts sind Streitigkeiten um die Nutzung der Räumlichkeiten des Dorfgemeinschaftshauses durch die SG Westerfeld zu den über lange Jahre gelebten Zeiten (Dienstag, 18-20 Uhr). In einem Vertrag mit der Stadt aus dem Jahre 2013 wurde beiden Vereinen die Nutzung der Räumlichkeiten zugesichert. Diese Regelung wurde Ende Mai 2019 einseitig vom TSC aufgekündigt, wodurch ein heftiger Streit zwischen den beiden Vereinen entbrannte. Ab August wurde der SGW der Zutritt zum ehemaligen Dorfgemeinschaftshaus durch den TSC verboten.
Als Eigentümerin der Räumlichkeiten sah sich die Stadtverwaltung gefordert, in der Sache zu vermitteln. Auch die SPD hatte versucht, sich vermittelnd einzubringen. Hierbei kam zu Tage, dass es zum Erstaunen der Parlamentarier zwei Versionen des Vertrages gibt – eine, die von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen wurde und eine weitere, wobei beide Fassungen für die hier relevante Frage rechtlich gesehen inhaltlich gleich sind. Die Stadt hat zur Frage der Nutzung des Hauses sogar ein Rechtsgutachten des Hessischen Städte- und Gemeindebundes eingeholt, welches bestätigte, dass der TSC der SGW die Nutzung der Räumlichkeiten zu den über Jahre praktizierten Zeiten einzuräumen hat. Diese Auffassung war dem TSC bisher allerdings nicht zu vermitteln. Die SG wiederum wollte alternative durch die Stadt gemachte Nutzungsangebote bisher nicht annehmen.
Als letzten Vermittlungsversuch hat die Stadt vorgeschlagen, einen Mediator mit der Suche nach einem für beide Seiten akzeptablen Kompromiss zu beauftragen.
Leider haben sich alle bisherigen Vermittlungsversuche und auch Alternativangebote als nicht zielführend erwiesen. Die Fronten sind verhärtet und ein Kompromiss ist derzeit nicht in Sicht.
Wir fordern beide Kontrahenten dringend dazu auf, zur ursprünglich vereinbaren Nutzung zurückzukehren. Sollte dies nicht geschehen, wäre aus unserer Sicht eine Änderungskündigung des mit dem TSC abgeschlossenen Vertrages durch die Stadt auszusprechen. Die Stadt Neu-Anspach hat sich 2013 gegenüber der SGW und den Westerfelder Bürgern verpflichtet, die Nutzung der Räumlichkeiten durch die Turnabteilung der SGW zu gewährleisten. Uns ist sehr daran gelegen, die jahrelang zwischen den beiden Parteien gelebte Praxis fortzuführen und den Streit endlich beizulegen. Aus unserer Sicht kann es nicht sein, dass von der Stadt mit Vereinen abgeschlossene Verträge derart missachtet werden.