Neuigkeiten

28.01.2019
Situation Kindergarten Westerfeld – SPD für Erhalt der Einrichtung


„Der Parteivorstand der SPD hat sich einstimmig für einen Erhalt des Kindergartens in Westerfeld ausgesprochen“, berichtet der SPD-Parteivorsitzende Kevin Kulp. Damit stellt sich die SPD inhaltlich hinter die Bürgergruppe, die sich für den Verbleib der Einrichtung im Ortsteil Westerfeld einsetzt und erneuert damit einen Beschluss des Parteivorstandes aus dem Jahr 2018. „Uns ist es ein besonderes Anliegen, dass in Westerfeld weiter ein Kindergarten als soziale Einrichtung existiert“, berichtet der stellvertretende Parteivorsitzende Günter Siats. Insbesondere im Hinblick auf das geplante Baugebiet in dem Ortsteil sei es erstrebenswert, dass fußläufig ein Kindergarten getreu dem Motto „Kurze Beine, kurze Wege“ erhalten bleibe. „Außerdem müssen wir auch an die Westerfeld Eltern denken, die nicht jederzeit über ein Auto verfügen und die durch eine mögliche Schließung vor ein echtes Problem gestellt werden“ führt Siats weiter aus. Kulp ergänzt: „Es ist uns aber auch wichtig, die Interessen der betroffenen Eltern zu berücksichtigen, die zu Recht eine sichere Betreuungssituation für ihre Kinder fordern.“ Eine solche sei in letzter Zeit aufgrund des fehlenden Personals bei der evangelischen Kirche nicht gewährleistet gewesen. „Ich halte es für einigermaßen absurd, dass sowohl die Einrichtung in Westerfeld als auch die Einrichtung in Hausen zwar evangelische Kindergärten sind, aber zwei unterschiedliche Träger, d.h. zwei unterschiedliche Arbeitgeber haben. Das verhindert arbeitsrechtlich einen Austausch der Belegschaft bei personellen Engpässen“, führt Kulp weiter aus. Die Kirche habe den Stadtverordneten zwar versprochen, eine einheitliche Trägerschaft zu realisieren, um die Personalengpässe zu überwinden, doch sei dies nicht erfolgt. „Die Gründe hierfür sind für uns nicht nachvollziehbar“, bemerkt Kulp. „Hier sehen wir noch einiges an Klärungsbedarf in der kommenden Sitzung des Sozialausschusses.“ Insgesamt erwecke die evangelische Kirche folglich nicht den Eindruck, als habe sie ein Interesse daran, die Einrichtung in Westerfeld zu erhalten. Daher habe sich der SPD-Vorstand zugleich dafür ausgesprochen, die Einrichtung in Westerfeld einem anderen Träger anzubieten. Zugleich appellieren Siats und Kulp an alle Beteiligten, eine sachliche Debatte zu führen. Es sei wichtig, dass zwischen der evangelischen Kirche als Urheberin des Problems und den Erzieherinnen und Erziehern, die sich schon in der Vergangenheit sehr für die Einrichtung in Westerfeld eingesetzt haben, differenziert werde. „Es kann nicht sein, dass die Belegschaft für die derzeitige Situation verantwortlich gemacht wird. Hier erklären wir uns ganz klar mit den betroffenen Erzieherinnen und Erziehern solidarisch“, so Kulp und Siats abschließend.