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06.06.2016
SPD: „Unsoziale Grundstücksversteigerungen nicht mit uns zu machen“

Sozialdemokraten gegen Pläne aus CDU und bnow

NEU-ANSPACH. „Nicht mit uns!“ Mit deutlichen Worten erteilen die Neu-Anspacher Sozialdemokraten Plänen aus CDU und Bürgerliste bnow eine Absage, Neubaugrundstücke in Neu-Anspach künftig zu versteigern, um einen maximalen Gewinn für die Stadt zu erzielen. „Wohnen darf nicht noch weiter zum Luxusgut werden. Die Miet- und Immobilienpreise steigen in der Region seit Jahren an. Es ist unverantwortlich, eine weitere Kostenexplosion auch noch als Kommune zu befeuern“, zeigte sich der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Kevin Kulp erschüttert. Bezahlbare Grundstücke seien ein zentraler Schlüssel, um Menschen aus einer lebenslangen Miet-Anhängigkeit heraus zu helfen. „Wir werden uns in den städtischen Gremien entschieden gegen diese unsozialen Pläne wenden!“, versichert auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Prof. Jürgen Göbel.

Bnow hatte entsprechende Pläne bereits früher ins Gespräch gebracht. Der CDU-Ortsvereinsvorsitzende Andreas Moses hatte die Idee auf der letzten Sitzung des Ausschusses für Bau, Planung und Wirtschaft (BPWA) aufgegriffen und seine Unterstützung bekundet. Bisher werden Neubaugrundstücke zu einem vorher festgelegten Preis anhand eines Punktesystems vergeben. „Das sorgt dafür, dass Familien mit Kindern und Menschen, die schon länger in Neu-Anspach leben oder im Ort arbeiten, den Zuschlag erhalten und nicht wohlhabende Auswärtige für ihr Wochenddomizil im Taunus. Das muss auch weiterhin so bleiben. Eine Abkehr von dieser etablierten Praxis wird es mit der SPD nicht geben“, versicherte der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Pauli. Irritiert zeigte sich auch SPD-Stadträtin Heike Seifert: „Dass bnow ein Herz für Reiche zeigt, war ja schon länger bekannt. Dass die Versteigerungsidee offenbar auch in der CDU Anhänger findet, überrascht mich hingegen. Ich kann nur an beide Fraktionen appellieren, ihre rechnerische Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung nicht zu nutzen, um diesen hochgradig unsozialen Vorschlag durchzusetzen.“

Pressebilder der zitierten Personen (Farbraum CMYK, Verwendung frei):
Kevin Kulp, Ortsvereinsvorsitzender SPD Neu-Anspach
Prof. Jürgen Göbel, Fraktionsvorsitzender SPD Neu-Anspach
Thomas Pauli, Stv. Partei- und Fraktionsvorsitzender SPD Neu-Anspach
Heike Seifert, Stadträtin und Vorstandsmitglied SPD Neu-Anspach